Inneres Kind Therapie

„Der Mensch, wenn er werden soll, was er sein muss,
muss als Kind sein und als Kind tun,
was ihn als Kind glücklich macht.“

 

(Johann Heinrich Pestalozzi)

 

 

 

Therapie mit dem inneren Kind

 

Bei unserer Geburt sind wir noch unser inneres Kind. Wir haben Kontakt zu unseren natürlichen Gefühlen, unsere Lachen, unsere Sanftheit, unsere innere Weisheit, unsere Talente, Kreativität, Intuition, Neugier, Spontaneität, Empfindsamkeit, und unser Gespür für Wunder. Unser inneres Kind ist unsere innere Erfahrung und es drück sich in unserem „Bauch-Gefühl“ aus. In jedem Augenblick unseres Lebens fühlt sich unser inneres Kind von unserem erwachsenen Selbst entweder geliebt oder nicht geliebt. Wenn sich unser Kind geliebt fühlt, sind wir in der Lagen, mit unserer Kreativität, unserer Leidenschaft und Freude mitzuströmen; wenn sich jedoch unser Kind nicht geliebt fühlt, sich alleine gelassen, leer, einsam, traurig, voller Scham, ängstlich und niederschlagen.
Wenn wir die Verantwortung für unseren eigenen Schmerz und unsere eigene Freude nicht übernehmen und abhängig von der Liebe anderer sind, dann fühlt sich unser Kind von uns nicht für das was es ist geliebt.

 

Probleme mit dem „Inneren Kind“

 

Wenn man als Kind zu wenig Liebe bekam oder belastende Erlebnisse hatte, vernachlässigt oder missbraucht wurde, werden die Gefühle hierzu meist weggepackt, verdrängt, weil sie zu schmerzhaft sind. Anders ausgedrückt: das schreiende innere Kind wird eingesperrt, um es nicht mehr hören/fühlen zu müssen. Die ist zunächst eine gute Überlebensstrategie, die aber später nicht mehr notwendig ist.
Viele Menschen haben beim Heranwachsen gelernt, den Zugang zu ihrem Inneren Kind zu drosseln oder gar zu kappen, um bestimmte Gefühle nicht mehr fühlen zu müssen. Das Problem dabei ist, das man nicht nur die schlimmen Gefühle ausklammert, sondern man versperrt sich gleichzeitig auch den Zugang zu den guten Gefühlen! Manchmal halten sich die Gefühle des inneren Kindes (Wut, Schmerz, Resignation, Angst, Bedürftigkeit) auch über viele Jahre, oder Jahrzehnte in Form von „eingefrorenen“ Körperhaltungen, flacher Atmung und eingeschränkter Fähigkeit, die eigenen Emotionen und Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken.

Wir nehmen dies häufig als chronische Verspannungen, Muskel- und Gelenkschmerzen wahr. Es kann sich auch in Form von Begrenzungen in unserem Selbstausdruck, in ständig wiederkehrenden schlimmen Erlebnissen, in kompletter Resignation, dauerhafte Traurigkeit oder anderen psychischen Einschränkungen zeigen.

 

Ziel der Arbeit mit dem „Inneren Kind“

 

Das Ziel in dieser Therapie ist, eine liebevolle innere Verbindung insbesondere zwischen dem Inneren Kind und dem „liebevollen Erwachsenen“ zu erreichen. Dadurch hat man Zugang zu tiefen Quellen der Freude, Wahrnehmung und Intuition.
Die Ausgangsidee dabei ist, den Menschen als Kind, welches die Welt voller Staunen und Freude wahrnimmt, auch im Erwachsenenalter wieder zu erleben.

In der Therapiesituation wird einen Raum von Offenheit, Geborgenheit und wertschätzender Annahme für die emotionale Situation des inneren Kindes geschaffen. Das verwirrte, misstrauische, bedürftige, unglückliche Kind kann sich vielleicht zum ersten Mal im Leben gesehen fühlen und nach und nach vielleicht wieder ein wenig Zutrauen gewinnen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit für das Kind, die jahrelang eingefrorenen Gefühle zum Ausdruck zu bringen, seine Bedürfnisse und Grenzen wahrnehmen und auszudrücken lernen und sich allmählich zu öffnen für Angebote von Schutz, Zuwendung, Halt und Geborgenheit.

Mit der Zeit kann auch die andere Seite des inneren zum Leben erweckt werden. Dieses lebensfrohe, kreative innere Kind, das Freude am Leben empfindet, sich gerne bewegt, tanzt, singt, und sich in vielfältiger Weise gerne ausdrückt. Dieses Kind liebt es auch, die Welt zu entdecken, zu lernen, Dinge zu erfinden und es hat ein tiefes Vertrauen in sich selbst und die Welt. Wer dieses innere Kind in sich spürt, kann auch seine Bedürfnisse erkennen und in seinen Erwachsenenalltag integrieren. Auf diesem Weg ist Selbst-Heilung möglich. 

Denn Menschen, die ihrem inneren Kind Raum geben:

  • können einfacher Frieden mit ihrer Vergangenheit schließen
  • erkennen schneller und klarer, was sie wirklich wollen
  • sind empfindsamer den eigenen Bedürfnissen gegenüber
  • sind spontaner und lebendiger
  • sind mehr dazu in der Lage wirklich und bedingungslos zu lieben
  • behandeln sich selbst sanft und freundlich und sind sich eben selbst die beste Freundin, so wie es sein sollte.

Die Arbeit mit dem Inneren Kind ist eine Therapieform, die sich über einen gewissen Zeitraum erstreckt.

Eine einmalige Sitzung zur Entdeckung des inneren Kindes ist jedoch auch möglich. Diese dauert in der Regel 90 Minuten und kostet 120,00€. Sie beinhaltet ein ausführliches Gespräch, eine Hypnose und ein Nachgespräch.
Sie können danach entscheiden, ob diese Art der Arbeit die richtige therapeutische Richtung für Ihr Wohlbefinden ist.